Coronavirus

Es deutet einiges darauf hin, dass Kinder weniger gefährdet sind als Erwachsene. Vor allem weniger gefährdet als Menschen über 60 Jahren und Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen oder Krebs. Abgesehen davon verläuft die Erkrankung bei Kindern milder als bei Erwachsenen.

 

Aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ), der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (bvkj e.V.) vom 20.05.2020.

 

Unsere eigentliche Sorge ist nicht die Infektion an sich, weil sie meist als milde Erkältung abläuft und einen sonst gesunden Menschen nicht schwerwiegend beeinträchtigt. Das eigentliche Problem stellt die rasche Ausbreitung und die hohe Ansteckungsgefahr dar, wodurch bestimmte Personengruppen stärker durch einen schwerwiegenderen Verlauf gefährdet sind (höheres Alter, Grunderkrankungen).

 

Helfen Sie uns, dass unser Team und unsere Patienten vor einer Ansteckung geschützt sind. Grundsätzlich muss kein Patient mit banalen Erkältungssymptomen von einem Arzt gesehen werden, solange es ihm an sich gut geht. Ganz gleich, ob die Ursache einer solchen viralen Luftwegsinfektion Influenzaviren, RSV, Coronaviren oder andere Viren sind, es gibt in der Regel keine Therapie dagegen. Meine Patienten wissen, dass ich keine Husten- oder Erkältungsmedikamente empfehle und dass auch keine Antibiotika bei banalen Erkältungen greifen. Bei Fieber oder Schmerzen können Paracetamol oder Ibuprofen in altersentsprechenden Dosen verabreicht werden, gegebenenfalls abschwellende Nasentropfen bei blockierter Nasenatmung. Solange der Allgemeinzustand unter dieser symptomatischen Therapie gut ist, darf man gern ein paar Tage zuwarten.

  

Falls Sie einen begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion haben, dann dürfen Sie unter keinen Umständen die Praxis betreten. Wir haben keine Schutzkleidung in der Praxis. Sollte sich tatsächlich ein positiver Coronavirus-Fall in unsere Praxis verirren, wird das Gesundheitsamt die Praxis für 14 Tage schließen.

 

Testungen sind derzeit bei Patienten mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber oder Verlust des Geschmacks- bzw. Geruchssinns vorgesehen (RKI-Flussschema). Falls es einen Kontakt zu einem bestätigtem COVID-19 Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn gab, muss das dem Gesundheitsamt Stuttgart gemeldet werden.

 

Bei entsprechenden Symptomen rufen Sie uns in der Praxis an. Gegebenenfalls wird zunächst ein Videogespräch geführt und entschieden, ob wir Sie am Ende der Sprechstunde in unsere Infektsprechstunde einbestellen. Bitte treten Sie nicht in die Praxis ein. Die Abstriche werden bei uns auf dem Hof entnommen.

Wie geht es dann weiter? Je nach Gesundheitszustand Kontaktreduktion im häuslichen Umfeld bis zum Befundeingang. Bei bestätigtem Nachweis kann der Patient daheimbleiben je nach Allgemeinzustand. Ein Krankenhausaufenthalt ist nur bei schwerer Erkrankung oder bei Risikofaktoren notwendig.

 

Die Charité in Berlin bietet eine Entscheidungshilfe für einen COVID-19-Test. 

 

Das Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart kümmert sich um alle Anliegen und Fragen der Bürger Stuttgarts unter der Telefonnummer (0711) 216-59390 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr und am Samstag und Sonntag 10 bis 14 Uhr) und (0711) 216-59309 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr).

 

Alternativ hat das Landesgesundheitsamt eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger für alle Fragen zum Coronavirus eingerichtet. Zu erreichen montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr telefonisch unter (0711) 904-39555.

 

Fragen rund um das Thema Corona beantworten geschulte städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter 0711/216-88888 und 0711/216-88688. An Samstagen und Sonntagen ist die Hotline von 11 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0711/216-88200 zu erreichen.

 

Auch der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung informiert zum Coronavirus unter der Rufnummer 116117 (Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr).

 

Hilfreiche Links:

 

Gesundheitsamt Stuttgart

Robert Koch Institut

Coronavirus-Update

Wo gibt es jetzt Beratung für Eltern?

 

 

Auf folgender Webseite finden Sie weitere Informationen zu Corona bei Kindern. Zudem können Sie sich an einer Studie mit einer Umfrage über betroffene Kinder beteiligen.

Ein Mit-Mach-Forschungsprojekt für Eltern: Citizen Science
Ein Mit-Mach-Forschungsprojekt für Eltern: Citizen Science