Coronavirus

Es deutet einiges darauf hin, dass Kinder weniger gefährdet sind als Erwachsene. Vor allem weniger gefährdet als Menschen über 60 Jahren und Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen oder Krebs. Abgesehen davon verläuft die Erkrankung bei Kindern milder als bei Erwachsenen.

 

Eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ), der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (bvkj e.V.) vom 20.05.2020 finden Sie hier.

 

Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines Regelbetriebs und zur Prävention von SARS-CoV-2-Ausbrüchen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung oder Schulen unter Bedingungen der Pandemie und Kozirkulation weiterer Erreger von Atemwegserkrankungen vom 03.08.3030 finden Sie hier.

 

Eine Stellungnahme der Ad-hoc-Kommission SARS-CoV-2 der Gesellschaft für Virologie: SARS-CoV-2-Präventionsmaßnahmen bei Schulbeginn nach den Sommerferien vom 06.08.2020 finden Sie hier.

 

Helfen Sie uns, dass unser Team und unsere Patienten vor einer Ansteckung geschützt sind. Grundsätzlich muss kein Patient mit banalen Erkältungssymptomen von einem Arzt gesehen werden, solange es ihm an sich gut geht. Ganz gleich, ob die Ursache einer solchen viralen Luftwegsinfektion Influenzaviren, RSV, Coronaviren oder andere Viren sind, es gibt in der Regel keine Therapie dagegen. Meine Patienten wissen, dass ich keine Husten- oder Erkältungsmedikamente empfehle und dass auch keine Antibiotika bei banalen Erkältungen greifen. Bei Fieber oder Schmerzen können Paracetamol oder Ibuprofen in altersentsprechenden Dosen verabreicht werden, gegebenenfalls abschwellende Nasentropfen bei blockierter Nasenatmung. Solange der Allgemeinzustand unter dieser symptomatischen Therapie gut ist, darf man gern ein paar Tage zuwarten.

  

Falls Sie einen begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion haben, dann dürfen Sie unter keinen Umständen die Praxis betreten. Wir haben keine Schutzkleidung in der Praxis. Sollte sich tatsächlich ein positiver Coronavirus-Fall in unsere Praxis verirren, wird das Gesundheitsamt die Praxis für 14 Tage schließen.

 

Die aktuellen Bestimmungen des Landesgesundheitsamts BW sehen vor:

 

Kinder, die eindeutig krank sind, gehen nicht in die Betreuung bzw. Schule (wie vor der Corona-Pandemie auch). Ein Besuchsverbot in der entsprechenden Einrichtung gilt außerdem, wenn mindestens eines der relevanten, für COVID-19 typischen Symptome auftritt: 

  • Fieber (ab 38,0°C).
  • trockener Husten, d. h. ohne Auswurf (nicht durch chronische Erkrankung verursacht wie z. B. Asthma) - ein leichter oder gelegentlicher Husten oder ein gelegentliches Halskratzen soll aber zu keinem automatischen Ausschluss führen
  • Störung des Geruchs- oder Geschmacksinns (nicht als Begleiterscheinung eines Schnupfens).

Alle Symptome müssen akut auftreten (Symptome einer chronischen Erkrankung sind nicht relevant). Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist ausdrücklich kein Ausschlussgrund. Die Eltern entscheiden je nach Befinden des Kindes bzw. des Jugendlichen, ob telefonisch Kontakt zum Kinder- und Jugendarzt aufgenommen werden soll. Die Testindikation stellt der behandelnde Arzt. Gesunde Geschwisterkinder, die keinen Quarantäneauflagen durch das Gesundheitsamt unterliegen, dürfen die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle bzw. Schule uneingeschränkt besuchen.

 

Falls Sie sich begründet Sorgen um Ihr Kind machen, rufen Sie uns bitte in der Praxis an. Gegebenenfalls wird zunächst ein Videogespräch geführt und entschieden, ob wir Sie am Ende der Sprechstunde in unsere Infektsprechstunde einbestellen. Bitte treten Sie nicht in die Praxis ein. Abstriche werden nach Terminvereinbarung in der Corona-Abstrichstelle am Cannstatter Wasen entnommen (Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr, sowie Samstag und Sonntag 9 bis 14 Uhr). Die Terminvereinbarung erfolgt hier online.

 

Wie geht es dann weiter? Je nach Gesundheitszustand Kontaktreduktion im häuslichen Umfeld bis zum Befundeingang. Bei bestätigtem Nachweis kann der Patient daheimbleiben je nach Allgemeinzustand. Ein Krankenhausaufenthalt ist nur bei schwerer Erkrankung oder bei Risikofaktoren notwendig.

 

Die Charité in Berlin bietet eine Entscheidungshilfe für einen COVID-19-Test. 

 

Das Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart kümmert sich um alle Anliegen und Fragen der Bürger Stuttgarts unter der Telefonnummer (0711) 216-59390 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr und am Samstag und Sonntag 10 bis 14 Uhr) und (0711) 216-59309 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr).

 

Alternativ hat das Landesgesundheitsamt eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger für alle Fragen zum Coronavirus eingerichtet. Zu erreichen montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr telefonisch unter (0711) 904-39555.

 

Fragen rund um das Thema Corona beantworten geschulte städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter 0711/216-88888 und 0711/216-88688. An Samstagen und Sonntagen ist die Hotline von 11 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0711/216-88200 zu erreichen.

 

Auch der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung informiert zum Coronavirus unter der Rufnummer 116117 (Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr).

 

Hilfreiche Links:

 

Gesundheitsamt Stuttgart

Robert Koch Institut

Coronavirus-Update

Wo gibt es jetzt Beratung für Eltern?

 

 

Auf folgender Webseite finden Sie weitere Informationen zu Corona bei Kindern. Zudem können Sie sich an einer Studie mit einer Umfrage über betroffene Kinder beteiligen.

Ein Mit-Mach-Forschungsprojekt für Eltern: Citizen Science
Ein Mit-Mach-Forschungsprojekt für Eltern: Citizen Science