Coronavirus

Es deutet einiges darauf hin, dass Kinder weniger gefährdet sind als Erwachsene. Vor allem weniger gefährdet als Menschen über 60 Jahren und Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen oder Krebs. Abgesehen davon verläuft die Erkrankung bei Kindern milder als bei Erwachsenen.

 

Aktuelle Studien: SARS-CoV-2 Infection in Children (NEJM), Guidance for the clinical management of children admitted to hospital with proven COVID-19 (Alder Hey Children's Hospital), Informationsblatt der GNPI

 

Unsere eigentliche Sorge ist nicht die Infektion an sich, weil sie meist als milde Erkältung abläuft und einen sonst gesunden Menschen nicht schwerwiegend beeinträchtigt. Das eigentliche Problem stellt die rasche Ausbreitung und die hohe Ansteckungsgefahr dar, wodurch bestimmte Personengruppen stärker durch einen schwerwiegenderen Verlauf gefährdet sind (höheres Alter, Grunderkrankungen).

 

Helfen Sie uns, dass unser Team und unsere Patienten vor einer Ansteckung geschützt sind. Grundsätzlich muss kein Patient mit banalen Erkältungssymptomen von einem Arzt gesehen werden, solange es ihm an sich gut geht. Ganz gleich, ob die Ursache einer solchen viralen Luftwegsinfektion Influenzaviren, RSV, Coronaviren oder andere Viren sind, es gibt in der Regel keine Therapie dagegen. Meine Patienten wissen, dass ich keine Husten- oder Erkältungsmedikamente empfehle und dass auch keine Antibiotika bei banalen Erkältungen greifen. Bei Fieber oder Schmerzen können Paracetamol oder Ibuprofen in altersentsprechenden Dosen verabreicht werden, gegebenenfalls abschwellende Nasentropfen bei blockierter Nasenatmung. Solange der Allgemeinzustand unter dieser symptomatischen Therapie gut ist, darf man gern ein paar Tage zuwarten.

 

Die Testung von Menschen, die kein Risiko für schwerere Verläufe haben oder aktuell beschwerdefrei sind, ist nicht mehr vorgesehen. Das bedeutet, dass zukünftig Testungen auf Coronavirus SARS-CoV-2 in Stuttgart nur noch bei Menschen mit einem höheren Erkrankungsrisiko beziehungsweise schwereren Krankheitsverläufen durchgeführt werden. Dies sind beispielsweise Ältere, Pflegebedürftige und chronisch Kranke. Personen mit milden Krankheitsverläufen wird die häusliche Isolation empfohlen, bis sie wieder ganz gesund sind. Damit werden die Ressourcen auf die besonders schutzbedürftigen Personen konzentriert.

 

Der begründete Verdacht liegt in folgenden 2 Fällen vor (RKI-Flussschema):

  1. Unspezifische Allgemeinsymptome oder akute respiratorische Symptome jeder Schwere (Fieber, Husten, Halsschmerzen)
    + Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  2. Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie in Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in einer Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus

 

Falls Sie einen begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion haben, dann dürfen Sie unter keinen Umständen die Praxis betreten. Wir haben keine Schutzkleidung in der Praxis. Sollte sich tatsächlich ein positiver Coronavirus-Fall in unsere Praxis verirren, wird das Gesundheitsamt die Praxis für 14 Tage schließen.

 

1. Falls es dem Kind grundsätzlich gut geht, bleiben Sie bitte einfach daheim.

2. Falls Sie doch eine professionelle Einschätzung brauchen, können wir einen Termin in unserer Videosprechstunde vereinbaren. 

3. Falls es dem Kind wirklich nicht gut geht, zudem eventuell gewisse Grunderkrankungen hinzukommen, könnte ein Abstrich auf SARS-CoV-2 notwendig sein. Hierfür brauchen Sie eine Überweisung von uns für die Fieberambulanz für Kinder in der Jugendherberge im Neckarpark (Bad Cannstatt). Rufen Sie uns hierfür an.

 

Korrekterweise wird bei begründetem Verdacht folgendermaßen vorgegangen:

  1. Meldung an das Gesundheitsamt Stuttgart
  2. Falls das Gesundheitsamt einen begründeten Verdacht bestätigt und aus oben genannten Gründen einen komplizierten Verlauf zu erwarten hat, dann Vorstellung in der Fieberambulanz für Kinder in der Jugendherberge Neckarpark (Bad Cannstatt). Täglich 10 bis 18 Uhr.
  3. Je nach Gesundheitszustand Kontaktreduktion im häuslichen Umfeld bis zum Befundeingang. Bei bestätigtem Nachweis kann der Patient daheimbleiben je nach Allgemeinzustand. Ein Krankenhausaufenthalt ist nur bei schwerer Erkrankung oder bei Risikofaktoren notwendig.

 

Die Charité in Berlin bietet eine Entscheidungshilfe für einen COVID-19-Test. 

 

Das Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart kümmert sich um alle Anliegen und Fragen der Bürger Stuttgarts unter der Telefonnummer (0711) 216-59390 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr und am Samstag und Sonntag 10 bis 14 Uhr) und (0711) 216-59309 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr).

 

Alternativ hat das Landesgesundheitsamt eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger für alle Fragen zum Coronavirus eingerichtet. Zu erreichen montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr telefonisch unter (0711) 904-39555.

 

Fragen rund um das Thema Corona beantworten geschulte städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter 0711/216-88888 und 0711/216-88688. An Samstagen und Sonntagen ist die Hotline von 11 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0711/216-88200 zu erreichen.

 

Auch der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung informiert zum Coronavirus unter der Rufnummer 116117 (Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr).

 

Hilfreiche Links:

 

Gesundheitsamt Stuttgart

Robert Koch Institut

Coronavirus-Update

Wo gibt es jetzt Beratung für Eltern?